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Zürich – Madrid retour mit 1 Liter Benzin

Effizienz in Perfektion: Beim jährlich stattfindenden Shell Eco-Marathon verblüffen Teams aus aller Welt mit selbst konstruierten Fahrzeugen, die praktisch ohne Treibstoff auskommen.

Der Shell Eco-Marathon steht unter der Mission: Mit minimalem Kraftstoffverbrauch eine maximale Strecke zurücklegen.

Den absoluten Weltrekord hält ein Team aus Frankreich. Es präsentierte bei der letztjährigen Austragung des Events ein Gefährt, das mit nur einem Liter Benzin eine Strecke von hochgerechnet 3315 Kilometer zurückzulegen vermochte. Das entspricht der Fahrstrecke von Zürich nach Madrid und wieder zurück.

Anlässlich der 30. Austragung des Shell Eco-Marathons Europe in Rotterdam sorgten heuer auch Schweizer Teams für Furore. In der Kategorie «Urban Concept» für strassentaugliche Fahrzeuge schaffte das Team ARC der Fachhochschule Haute école Arc aus Neuenburg mit einem Liter des Biotreibstoffs Ethanol eine Strecke von hochgerechnet 295 Kilometern. Eine zweite Equipe der Neuenburger Hochschule konnte in der Kategorie der reichweitenstarken Prototypen mit ihrem Gefährt eine stolze Strecke von hochgerechnet 1273 Kilometer zurücklegen. Auch dies mit nur einem Liter Benzin.


Der Shell Eco-Marathon gilt als eine der bedeutendsten Veranstaltungen für nachhaltige Mobilität. Experten gehen davon aus, dass sich die globale Energienachfrage als Folge von Wachstum und steigendem Wohlstand der Weltbevölkerung bis 2050 verdoppeln wird. Heute gibt es weltweit rund 900 Millionen Autos. Im Jahr 2035 sollen es laut der Internationalen Energieagentur annähernd 1,7 Milliarden sein. 17 Prozent des weltweiten CO2-Ausstosses aus fossilen Energien werden schon heute im Strassenverkehr produziert. Um den steigenden Bedarf zu decken, müssen die Mobilitätskonzepte zwangsläufig sparsamer und nachhaltiger werden. Alternative Antriebe allein reichen dafür nicht aus. Ganz zentral ist die Aufgabe, herkömmliche Kraftstoffe noch effizienter einzusetzen werden. Dass es funktionieren kann, beweisen die Teilnehmenden am Shell Eco-Marathon Jahr für Jahr.

Text: Robert Wildi