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Was das Auto über den Fahrer sagt

Die Fahrer welcher Modelle gelten als besonders sympathisch, bieder oder attraktiv? Wem ist das Aussehen der Autos besonders wichtig? Aktuelle Studien geben Aufschlüsse auf alte Fragen.


Ein Auto ist nicht nur Konsumgut, sondern auch Statussymbol, ein Statement des Käufers. Wer ein Auto kauft, entscheidet nicht nur rational, sondern auch emotional, aus dem Bauch heraus. Unter den «Persönlichkeitsmarkern», die den Charakter eines Menschen zum Ausdruck bringen, sind nebst Zigarettenmarke oder Kleidung auch Marke und Modell des Autos besonders aussagekräftig. Entsprechend erlauben Autos Rückschlüsse auf ihre Besitzerinnen und Besitzer, behaupten Forscher.

Die Eitelkeit ist ungleich verteilt

Es gibt Vorurteile: Die Kleinsten kaufen die Grössten, Voll-Tätovierte setzen auf Tuning-Karossen. Was ist dran an den Vorurteilen?

Das versuchten Forscher der Universität Bochum herauszufinden, mit einer Befragung von 1200 Personen. Und das kam dabei heraus:

  • Für Fahrer deutscher Premium-Marken ist das Image sehr wichtig. Sie wollen bewundernde Blicke und gute Qualität. Sie sich auch überdurchschnittlich gut über Autos informiert und haben ein gutes Autowissen.
  • Wer einen Opel, Ford, Toyota oder Renault steuert, legt kaum Wert auf Ansehen.
  • Fahrer von Hyundai, Skoda, Mini oder Peugeot haben ein eher geringes Autowissen und sind nicht sehr an Autos interessiert.

Seit mehr als zehn Jahren erforscht das Bochumer Team die psychologische Bedeutung des Automobils für die Fahrer. Eine wichtige Erkenntnis für die Autodindustrie: Emotion schlägt Nutzwert oder auch: Image ist alles.

Autos machen Leute

Und das nicht umsonst. Das Autoimage färbt tatsächlich auf den Autofahrer ab. Autos machen Leute. Eine Gebrauchtwagen-Onlineplattform mobil.de hat 1000 ihrer Nutzer gefragt: «Die Fahrer welcher Automarke sind Ihrer Meinung nach besonders sympathisch?» Darauf antworteten 20,5 Prozent: Volkswagen. Das ist weit mehr als Opel und BMW, die gemeinsam mit 6,4 Prozent der Antworten auf Platz zwei landeten. BMW-Fahrer werden dafür als besonders sexy eingeschätzt, mit 12,5 Prozent der Antworten, vor Audi- und Porsche-Fahrern – während Mercedes-Fahrer als besonders bieder gelten (32 Prozent der Antworten).